Minimalismus für Anfänger und Einsteiger

Minimalismus Anfang Tipps

Minimalismus, davon hast du sicher auch schon gehört, oder? Sonst wärst du wahrscheinlich auch nicht hier. 🙂 Genau wie du interessieren sich immer mehr Menschen für einen minimalistischen Lebensstil, wollen entrümpeln, Ballast abwerfen, Geld sparen, ihr Leben neu sortieren. Falls du auch zu den Interessierten gehörst, haben wir hier einen kleinen Guide „Minimalismus für Anfänger und Einsteiger“ für dich erstellt.


Inhaltsverzeichnis


Minimalismus für Anfänger und Einsteiger: Was bringt es mir, minimalistisch zu leben?

Zunächst: Es gibt nicht die eine Definition von Minimalismus. Jede/r setzt dabei andere Schwerpunkte und lebt Minimalismus anders aus. Grundsätzlich ist Minimalismus ein Lebensstil, der sich von Unnützem befreit, in dem man nur das, was man wirklich braucht, konsumiert. Welche Schwerpunkte du dir letztendlich setzt, bleibt ganz allein dir überlassen. Lass dich auch nicht davon irritieren, dass manche Menschen Minimalismus mit einer bestimmten Anzahl an Gegenständen in Verbindung bringen. Das ist Quatsch. Du musst Minimalismus so für dich leben, wie es sich richtig und gut für dich anfühlt. Minimalismus ist und soll kein Wettbewerb sein.

Vielmehr ist es wichtig, dass du dein eigenes Konsumverhalten hinterfragst und dir die Frage stellst, was und wie viel du wirklich im Leben brauchst, um glücklich zu sein. In diesem Beitrag Minimalismus im Familienleben: Unsere Definition von Minimalismus haben wir schon ausführlich darüber berichtet, was Minimalismus für uns bedeutet und wie wir uns dadurch verändert haben. Aber auch hier nochmal die wesentlichen Punkte:

  • Wir haben mehr Geld zur Verfügung: Wir können monatlich Geld sparen und uns mehr Erlebnisse und Urlaube leisten.
  • Wir besitzen weniger Gegenstände, dafür hochwertigere Produkte, die langlebiger sind.
  • Wir müssen weniger im Haushalt machen und weniger Gegenstände pflegen, wodurch wir mehr Zeit haben.
  • Dank der Capsule Wardrobe brauchen wir uns keine Gedanken mehr um unsere Kleidung machen, weil alles zusammenpasst und wir nur Lieblingsteile an unser Kleiderstange haben. Zudem sind die Wäscheberge dadurch kleiner geworden.

Wie gelingt es mir, minimalistisch zu leben?

Die Frage lässt sich zunächst leicht beantworten: In dem du nicht mehr wahllos konsumierst, Schnäppchen liegen lässt, nicht jedem Trend hinterherläufst und dich auf den Konsum beschränkst, den du brauchst. Das braucht zunächst manchmal etwas Übung, da auch deine Denkmuster verändert werden bzw. sich verändern müssen. So leicht die Antwort zunächst auch klingt, so schwierig kann sie manchmal auch in der Umsetzung sein.


Hier geht’s zu unserer Nachhaltigkeitschallenge, mit der alles angefangen hat: 26 Wochen ohne – für mehr Konsumverzicht und Nachhaltigkeit

Es ist dabei wichtig, dir vor dem Kauf die Frage zu stellen, ob du diesen Gegenstand wirklich brauchst. Macht er dich glücklich? Oder ist es ein Spontan- oder Frustkauf? Uns haben diese Fragen ungemein geholfen, unsere Konsum zu reduzieren. Oft haben wir dann eine Nacht drüber geschlafen und der Kaufwunsch war vergessen.

Wichtig ist auch, dich in deinem Zuhause von unnötigem Ballast zu lösen. Das ist nicht immer einfach, aber es befreit sehr. Weiter oben habe ich dir den Link zu unserer Minimalismuschallenge verlinkt. Wir haben einen Monat lang jeden Tag aussortiert. Es fing an Tag 1 mit einem Gegenstand an und endete an Tag 31 mit 31 Gegenständen. Puh, das war nicht leicht, aber es hat unser Mindset komplett verändert.

Sobald du zu Hause mehr Klarheit und dein Chaos beseitigt hast, wirkt sich das auf dein Denken aus. Glaubst du nicht? Probier es mal aus! Es ist so schön, einen nicht vollgestellten, sondern geordneten Haushalt und Platz zu haben. Es beruhigt ungemein – auch die finanziellen Sparmöglichkeiten, die sich durch weniger unnützen Konsum auftun!

Die aussortierten Sachen sollst du dabei aber nicht wegwerfen, sondern verschenken, spenden oder verkaufen. Wegwerfen und Gutes ersetzen ist nicht der Sinn von Minimalismus und Nachhaltigkeit!

Zum Beitrag mit vielen weiteren interessanten Verlinkungen: Das Minimalismus-ABC

Tja, und wie fange ich nun an, minimalistisch zu leben?

Ich empfehle gerne, mit dem Ausmisten zu beginnen (z. B. mit der o.g. Challenge). Das klingt einfach, kann aber – wie schon gesagt – zu einer Herausforderung werden und einen an die Grenzen bringen. Achte dabei auf kleine Schritte, da es dich sonst schnell überfordern kann. Such dir zunächst ein Zimmer aus und gehe dort Schritt für Schritt vor, fange mit einer Schublade an und mache dann weiter. Wenn du merkst, dass es zu viel wird, unterbreche und höre auf.

Es wird sicher vorkommen, dass folgende Gedanken in deinem Kopf auftauchen: „Das hat mal so viel Geld gekostet!“, „Das ist viel zu Schade, um es wegzuwerfen.“ oder „Ach, das habe ich mir vor fünf Jahren gekauft, das ist so schön!“ oder oder oder…..

Die Trennung von Ballast ist nicht immer leicht. Wenn du die Dinge nicht mehr nutzt und sie nur rumliegen, gebe ihnen die Möglichkeit, woanders noch genutzt zu werden. Mach mit den Gegenständen, die du nicht mehr brauchst, anderen eine Freude. So können die Gegenstände noch lange weiterleben. Und zum Thema Müll: Müll ist Müll und kann weg, egal wie viel er mal gekostet hat. Achte hier aber auf ein vernünftiges Recycling!

Gleichzeitig fange an, dir die oben genannten Fragen beim Einkaufen zu stellen:

Brauche ich das wirklich? Macht mich das glücklich? Nutze ich es wirklich oder steht es nur im Zimmer herum?

Du wirst sehen, dass es dir mit der Zeit immer besser gelingen wird. Und das Gefühl danach, etwas liegen gelassen und nicht gekauft zu haben, ist wunderbar. Viel besser als der Frust nach dem Kauf, weil man merkt, dass man unnütz Geld ausgegeben hat.

Wie wir langfristig ausmisten, kannst du hier nachlesen: So misten wir langfristig aus.

Aussortieren hat geklappt, aber wie halte ich nun langfristig Ordnung?

Alleine dadurch, dass du zuvor alles unwichtige Aussortiert hast und dadurch, dass du weniger konsumierst und anschaffst, wirst du automatisch besser Ordnung halten können. Trotzdem möchte ich dir ein paar Tipps zusammenfassen:

  1. Mache dir zuvor klar, dass es nicht DEN einen Minimalismus gibt, sondern für dich nur DEINEN. Du musst dich wohlfühlen, denn nur wenn du damit zufrieden bist, ist dein Weg auch nachhaltig und von Dauer. Denn denk immer daran: Minimalismus ist ein Weg und kein Ziel. Geh entspannt an die Sache ran.
  2. Beginne mit dem Aussortieren. Entsorge alles, was du nicht mehr brauchst oder überflüssig ist. Erst wenn du aussortiert hast, beginnst du mit dem Umräumen und Aufräumen.
  3. Starte beim Aussortieren mit einem Zimmer und arbeite dich Schritt für Schritt durch deine Wohnung/Haus. Am besten nimmst du ein Zimmer oder einen Bereich, das/der wenig emotional besetzt ist.
  4. Fange klein an. Überfordere dich nicht, sondern mache die Schritte, die zu dir passen. Die Überforderung führt ansonsten dazu, dass die Lust vergeht.
  5. Wenn du später im 2. Schritt um- und aufräumst, versuche gut zu sortieren und zu gruppieren. Jedes Teil soll seinen festen Platz bekommen, so dass es keine Möglichkeit mehr hat, irgendwo herumzuliegen.
  6. Fange nebenbei an, dein Einkaufsverhalten zu verändern: Stelle dir beim Einkaufen die Fragen, ob du das Produkt wirklich brauchst, ob es dich glücklich macht und ob du es auch wirklich nutzt. So gelangen weniger Gegenstände in dein Heim. Achte hierbei auch auf Qualität statt Quantität. Um es am Beispiel unserer Capsule Wardrobe zu beschreiben: Ich habe lieber ein oder zwei richtig gut sitzende Hosen im Schrank, die nachhaltig produziert wurden, als 5, die zwar günstig waren, aber schlecht sitzen und herkömmlich produziert wurden.

Wie Minimalismus mit Kindern geht, erfährst du hier.

Ich hoffe, ich habe alle wichtigen Tipps zusammengefasst. Viel Spaß beim Start in ein neues Lebensgefühl!

Liebe Grüße,
Jani

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