Enten nicht füttern
Nachhaltigkeit Erklärungen/Infos

Warum darf man keine Enten füttern?

Wir haben hier in unserem Ort einen wunderschönen Ententeich. Immer wieder sehen wir dort Menschen, allen voran Eltern mit Kindern, die Enten füttern. Wir glauben, dass viele Menschen es gut meinen und gar nicht wissen, dass Enten mit Brot und allerlei anderen Lebensmitteln zu füttern schädlich ist und man dies auf keinen Fall tun sollte. Wir wussten das auch nicht immer. Seitdem wir das aber wissen, machen wir es nicht mehr. Es ist einfach zu gefährlich für die Tiere. Im Potsdam beispielsweise wird ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro verhängt, wenn du beim Entenfüttern erwischt wirst (Bußgeldkatalog).

Aber warum ist es eigentlich verboten und schlecht, Enten zu füttern?


Inhaltsverzeichnis


Warum darf man keine Enten füttern?

Brot und Gebäck sind ungesund für Enten

Für Enten ist dort, wo sie leben, genügend Futter vorhanden. Wenn jetzt aber Menschen kommen und ihnen Brot hinwerfen, brauchen sie sich nicht selbst auf die Nahrungssuche begeben. Brot ist quasi wie Fastfood für die Tierchen. Außerdem: Wenn du Enten fütterst, bist du nicht die oder der Einzige am Tag. Du bekommst die ganzen anderen Fütterungen gar nicht mit. Sie fressen also fleißig das für sie schädliche Brot und Gebäck – den ganzen Tag über.

Dieses enthält jedoch sehr viel Salz oder Zucker, was den Magen der Enten aufquellen lässt (wwf). Eine Scheibe Brot enthält durchschnittlich ein Gramm Salz. Mit zwei Scheiben ist der Tagesbedarf eines Menschen schon gedeckt. Wasservögel selbst wiegen nur wenige hundert Gramm, weshalb sie wesentlich weniger Nahrung und dementsprechend auch wesentlich weniger Salz benötigen. Außerdem enthalten diese Lebensmittel Inhaltsstoffe wie Gewürze, Aromen, Farb- und Konservierungsmittel. Das sind alles Stoffe, die Wildtiere sonst nie essen würden (Geo). All diese Zutaten schädigen dem Organismus der Enten! Durch die entstehende Mangelernährung können die Enten leichter erkranken.

Enten werden zutraulicher – was fatale Folgen haben kann

Enten sind weniger scheu, wenn sie von Menschen gefüttert werden. Das wirkt auf der einen Seite total niedlich. Auf der anderen Seite jedoch kann das für die Enten gefährlich werden, weil sie ihren Radius vergrößern und dann eben Unfälle auf der Straße haben oder durch Hunde getötet werden können (wwf).

Wasserqualität leidet

Überschüssiges Essen fällt zu Boden und überdüngt damit das Gewässer. Brot und Gebäck in Wasser, kombiniert mit dem Entenkot, führen dazu, dass das Wasser zusätzliche Nährstoffe erhält, wodurch freischwimmende Algen entstehen, das Wasser sich eintrübt und vergiftet wird. Dadurch entsteht ein Schatten auf dem Wasser, wodurch Sonnenstrahlen nicht in tiefe Uferbereiche durchdringen können. Unterwasserpflanzen fehlt, auch in geringen Tiefen, Licht für die Photosynthese und sterben ab – mit ihnen oft das ganze Gewässer, samt Pflanzen, Schnecken, Fischen und allen Tieren, die sonst noch im Wasser leben (wwf, Geo).

Pflanzen sterben

Es besteht die Gefahr, dass Gewässer leichter umkippen. Insbesondere im Sommer ist die Gefahr groß, weil das Wasser wärmer ist. Warmes Wasser bindet weniger Sauerstoff als kaltes Wasser. Fallen dann Blüten und Pollen ins Wasser und kommen weitere Nährstoffe, wie beispielsweise durch Brot und Gebäck hinzu, kann das Gewässer schneller kippen. Dadurch sterben, wie auch im vorherigen Punkt schon beschrieben, Pflanzen und Wasserbewohner ab, da diese zu wenig Sauerstoff erhalten (wwf).

Übrigens werden auch andere Tiere wie Ratten und Mäuse angelockt. Diese können durch ihren Kot Krankheiten übertragen. Das wollen wir doch alle nicht, oder? Gerade da wo Kinder spielen, sollte der Platz rattenfrei sein.

Alternativen und Tipps

Ob man Vögel füttern soll oder nicht, darüber streiten sich die Geister (Geo). Wir persönlich sind der Meinung, dass man wildlebende Vögel und Tiere nicht füttern sollten. Wenn du Wasservögel dennoch unbedingt im Winter füttern möchtest, kannst du folgendes tun:

  • Füttere spezielles Wasservogelfutter aus dem Zoohandel oder Baumarkt. Keinesfalls Brot oder andere verarbeitete Lebensmittel für Menschen! Du kannst auch kleine Stücke Obst oder Kartoffelschalen füttern.
  • Wenn du merkst, dass die Tiere satt sind, dann höre sofort auf sie zu füttern – sie überfressen sich sonst und rumliegendes Futter lockt andere Tiere an.
  • Sammel die Reste auf.
  • Schmeiße kein Futter ins Wasser, sondern lege es nur an das Ufer! Sonst verschmutzt du das Gewässer.
  • Füttere niemals verschimmeltes Futter (wwf).

Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag geholfen hat zu verstehen, warum Brot etc. nicht in Entenmägen und ins Gewässer gehört.

Hier kannst du mehr zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz lesen.

Liebe Grüße,
Jani

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