Gastbeitrag: Nachhaltige Bodenbeläge

Nachhaltige Bodenbeläge

Dieser Gastartikel stammt von Holzland. HolzLand ist in Europa eine der größten Gemeinschaften von Holzhändlern.  Zu dem Zusammenschluss gehören Groß- und Einzelhändler, die sich an rund 260 Standorten in ganz Europa jeden Tag mit Leidenschaft und Sachverstand dem Handel mit Holz- und Holzwerkstoffen widmen.


Inhaltsverzeichnis


Nachhaltige Bodenbeläge – was ist zu beachten?

Nachhaltigkeit wird auch im Innendesign immer bedeutsamer. Schadstofffrei, ressourcenschonend und klimafreundlich sollen die verwendeten Materialien am besten sein. Für Bodenbeläge besteht mittlerweile eine interessante Auswahl an ökologisch vertretbaren Produkten. Vor allem ein Untergrund aus nachwachsenden Rohstoffen bietet sich für nachhaltiges Interieur Design an.

Nachhaltige Bodenbeläge – immer die beste Wahl?

Ein Bodenbelag aus schnell wachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Bambus gilt als umweltfreundlich. Allerdings sind Naturmaterialien nicht immer die beste Wahl. Wie bei vielen anderen Produkten kommt es auf die Gewinnung und den Herstellungsprozess an. Siegel und Zertifikate können einen Hinweis liefern. Generell sind Beläge aus Ressourcen, die aus regionalen Quellen stammen, zu bevorzugen. Hier muss kein hoher CO2-Ausstoß durch einen weiten Lieferweg und die Ausbeutung von Arbeitskräften befürchtet werden. In Hinblick auf ein nachhaltiges Design spielt außerdem die Langlebigkeit eine Rolle. Hält der Bodenbelag über Jahrzehnte, macht sich auch eine energieintensive Produktion bezahlt.

Holzböden – welche Böden eignen sich?

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der in Haus und Wohnung Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt. Ein Holzboden dient einem gesunden Raumklima, hält lange und bringt eine ansprechende Optik mit sich. Allerdings kann das Material zur Herstellung aus illegaler Abholzung stammen. Ist der Ursprung ein nachhaltig bewirtschafteter Wald aus der Umgebung, sieht die Sache anders aus. Auf Tropenhölzer ist generell zu verzichten. Sorten wie Kiefer und Kirsche eignen sich ideal als Parkettboden und verringern nicht den Baumbestand im Regenwald. Bei Holzland gibt es eine große Auswahl an Holzböden, die mit Naturöl behandelt wurden und aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen stammen.

Ein Fußboden aus Bambus

Bambus wächst schnell und eignet sich optimal zur Herstellung von Bodenbelägen. Etwa alle fünf Jahre kann der Rohstoff geerntet und weiterverarbeitet werden. Um aus dem Süßgras einen Belag herzustellen, werden die Bambusrohre gespalten und geschält. Anschließend kocht und trocknet man die Lamellen, ehe sie mittels Leim und unter hohem Druck zu einem Stück vereint werden. Fußböden aus Bambus gibt es von hell bis dunkel. Damit der Belag auch nachhaltig ist, sollte der Rohstoff aus regionalem Anbau stammen. Darüber hinaus ist ein Blick auf die Verleimung zu empfehlen, da hier Schadstoffe zum Einsatz kommen können.

Kork als nachhaltiger Bodenbelag

Kork wird aus der Rinde der gleichnamigen Eiche gewonnen und lässt sich als nachhaltiges Material für Bodenbeläge verwenden. Der Baum überlebt die Prozedur ohne Schaden zu nehmen und kann nach neun Jahren erneut geschält werden. Insbesondere für Allergiker ist der Bodenbelag zu empfehlen, da der Untergrund antistatisch wirkt und damit die Anziehung und Aufnahme von Staub ausbleibt. Kork besteht aus vielen, mit Luft gefüllten Zellen, die das Material weich und elastisch machen. Wichtig im Sinne der Nachhaltigkeit ist, dass der Boden nur mit schadstofffreien Klebstoffen verarbeitet wurde und die Ressourcen aus Europa stammen.

Umweltfreundliche textile Beläge

Ein nachhaltiger Bodenbelag kann auch in textiler Form daherkommen. Aus Hanf, Sisal, Jute, Seegras und Wolle lassen sich umweltfreundliche Beläge herstellen, die strapazierfähig sind und deren Ressourcen schnell nachwachsen. Ein textiler Belag dämmt den Schall besser und bringt Wärme ins Heim. Der Nachteil dieser Fußböden besteht in der Pflege. Sie vertragen sich nur bedingt mit Wasser und sind anfällig für Flecken. Wer eine stark färbende Flüssigkeit verschüttet, sollte deshalb schnell handeln. Zudem eignen sich textile Fußböden nicht für Allergiker:innen.

Polierter Beton für einen langlebigen Bodenbelag

Beton gilt nicht direkt als nachhaltig, da die Ressourcen nicht nachwachsen und die Herstellung sehr energieaufwendig ist. Dennoch kann Beton als Bodenbelag in einem nachhaltigen Haushalt durchaus infrage kommen, da das Material eine hohe Lebensdauer aufweist und Jahrzehnte tadellos übersteht. Zudem besticht der Untergrund mit seiner Optik und Materialeigenschaft. Wer es gern kühl an den Füßen hat, sollte polierten Beton in seine Auswahl einschließen.

Linoleum für verschiedene Designs

Linoleum ist ein umweltfreundlicher, pflegeleichter Bodenbelag, der aus natürlichen Materialien hergestellt wird. Die Bestandteile sind Lein- oder Sojaöl, Naturharze, Kalkstein und Holz- oder Korkmehl. Dank der Beimischung von Farbpigmenten kann Linoleum in ganz verschiedenen Optiken glänzen. Der Bodenbelag ist frei von Lösungsmitteln und Weichmachern, allerdings nur in unversiegelter Form. Mit natürlichem Carnaubawachs behandeltes Linoleum ist deshalb zu empfehlen.

Nachhaltigen Parkettboden erkennen

Ein nachhaltiger Parkettboden zeichnet sich durch Materialien aus, die aus nachhaltig bewirtschafteten Anbauflächen gewonnen werden und von regionalen Quellen stammen. Die Herstellung sollte keinen großen CO2-Ausstoß verursachen und die Produkte frei von Schadstoffen sein. Mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelte Parkettböden sind anstelle von Böden mit einer Versiegelung durch Lacke oder chemische Stoffe zu bevorzugen. FSC zertifiziertes Holz muss 57 Kriterien erfüllen, um das für Nachhaltigkeit stehende Label zu erhalten. Unter anderem soll die biologische Vielfalt gefördert werden. Der Einsatz von Pestiziden darf nur bei gesetzlicher Vorgabe erfolgen, außerdem ist ein Kahlschlag verboten. 

Zusammenfassung

Die Auswahl an nachhaltigen Bodenbelägen kann sich sehen lassen. Ein Untergrund aus schnell nachwachsenden Rohstofffen wie Hanf und Bambus schont Baumbestände und wertet das Design im Heim ebenso auf. Bei Holzböden sollten auf das Label FSC geachtet und heimische Arten bevorzugt werden. Zudem sind mit Lack und nicht schadstoffreiem Leim behandelte Produkte ökologisch bedenklich und gesundheitsgefährdend


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